Der Braunkohletagebau Turów

Nach Volkssagen an der Stelle des heutigen Tagebaus gab es einen ,,Erdebrand‘’ vom Blitzschlag, der zwei Jahre dauerte: 1642 und 1643. Heute ist bekannt, dass es ein Brand der Braunkohlenvorkommen war. Anfangs nutzte man Braunkohle als Düngemittel, erst in der Hälfte des XIX Jahrhunderts verwendete man sie zum Heizen in Őfen. 1917 auf beiden Seiten der Neiße entstand ein Komplex ,,Hirschfelde‘’ mit einem Bergwerk, Kraftwerk und einer Brikettsfabrik. Nach dem II Weltkrieg wurde neue Grenze zwischen Polen und Deutschland an der Oder und an der Lausitzer Neiße festgelegt. Die Grenze teilte die Werke Hirschfelde auf, der Braunkohlentagebau blieb auf polnischer Seite. Jedoch die Förderung der Braunkohle und Elektroenergieerzeugung mit Hilfe deutscher Arbeiter dauert unter Aufsicht  sowjetischer Truppen  bis 1947. Am 18.06.1947 übernahmen polnische Behörden den Tagebau.
Bis 1962 bevor der erste Block des neuentstandenen Kraftwerkes in Betrieb gesetzt wurde exportierte man den ganzen Abbau in deutsche Kraftwerke. Seit 1981 erfolgt der ganze Binnentransport mit Hilfe der Förderbänder.
Heute besteht das Braunkohlenbergwerk aus 28 km 2 Abbau, in denen 12 gigantische Schaufelradbagger (z.B. polnischer Bagger KWK- 1500s mit Leistungsfähigkeit 4200 m 3/h und 4 Absetzer (z. B. Absetzer ZGOT-11500 mit Leistungsfähigkeit 11500m 3/h). Die  maximale   Abbautiefe  sind  225m  und  die gesamte  Länge der   Förderbänder

beträgt 79km. Seit 1947 hat man 842 Millionen Tonnen der Braunkohle gefördert und über 1,8 Milliarden m 3 Abraum verlagert. Die geschätzten Lagerstätten der Braunkohle betragen noch über 373 Millionen Tonnen, was bei einem Jahresbraunkohlenabbau von ca. 12 Millionen Tonnen den Abbau bis 2040 garantiert. Außer Braunkohle werden hier auch Zuschlagstoffe sowie Lehm und Ton für Keramikindustrie und chemische Industrie gefördert.
Das Bergwerk ist für Gruppenbesichtigung zugänglich, nach Erlangung vorheriger Bewilligung der Direktion. Im Direktionsgebäude im Veranstaltungssaal exponierte man mehr als zehn Vitrinen mit Exponaten anlässlich 50 Jahrestag des Bergwerks. Darüber hinaus an der Straße von Turoszów nach Sieniawka befindet sich spezielle Plattform- ein Aussichtspunkt mit Ausblick auf Braunkohlenabbau.

http://www.kwbturow.bot.pl
E- mail: kopalnia.turow@kwbturow.com.pl

Jeden Tag liefert das Bergwerk mit Förderbändern zum Braunkohlekraftwerk Turów 32000 Tonnen Braunkohle- es ist soviel wie 16 Güterzüge je 40 Wagons mit Ladegewicht von je 50 Tonnen, die gesamte Länge der Züge wäre fast 9 km. In benachbartem Hirschfelde befindet sich ein interessantes Museum der Energetik.

Bearbeitet von Andrzej Mateusiak
Übersetzung: Jerzy Kuśnierz

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