Das Museum der Niederschlesischen Weberei – Kamienna Góra ( Landeshut )

Das Museum ist einzige Einrichtung mit dem Webereiprofil in Polen. Sein Sitz ist ein Marktplatzmietshaus, ursprünglich aus XVI Jahrhundert stammend, jedoch mehrmals gründlich umgebaut, heute im klassizistischen Stil. 1774 wurde zu seinem Eigentümer Familie Fischer- namhafte Käufer und Leinenproduzenten. 1917-1932 gehörte es zur Freimaurerloge und 1939 eröffnete die Stadt in dem Haus ein Regionalmuseum. Nach dem Krieg nahm die Einrichtung ihre Tätigkeit wieder auf, aber die heutige Tätigkeit ihr Profil und ihren Namen erhielt sie 1969. Das Museum besitzt drei Hauptabteilungen mit Sammlungen: eine Kunstabteilung, eine Historische- Münzabteilung und eine Webereiabteilung. Die letzte enthält über 800 Exponate.
Unter ihnen befinden sich alle Geräte, die einst zur Leinenverarbeitung eingesetzt wurden also Kämme, Klopfer, Brechen, Geräte zum Knicken, Leinenkämme, verschiedene Spinnräder, Spindel, Kratzenhalter usw. Die Geräte stammen hauptsächlich aus XIX Jahrhundert, sind reich verziert und mit Polychromie und Signatur versehen. Darüber hinaus sind es Anlagen, die den Schussfaden und den Webezettel vorbereiten: Zettelbäume, Wickelmaschinen, Haspel, sowie mehr als zehn Handwebwerkstätte, die aus XVIII- XX Jahrhundert stammen.
Bemerkenswert ist eine Replik von einem senkrechten Webstuhl, der schon im Altertum verwendet wurde. Das prachtvollste Exponat ist ein Jacquardwebstuhl. Hier befinden sich auch automatische  Industriewebstühle, Garnwickler  sowie  Maschinen,

die Leinengarn vorbereiten und untersuchen, sie stammen aus örtlichen Fabriken. Es gibt auch eine große Sammlung von Leinenweberzeugnissen, sowie viele mit der Weberei verbundene alte Museumstücke: Holzstempel zum Drucken der Stoffe, Fahnen, Dokumente und Zunft- Geschirre, sowie Volkstrachten und eine Kleidung alter Weber. Im Museum ist auch eine Sammlung des zeitgenössischen Kunstgewebes. Das Museum organisiert nicht nur Ausstellungen aber auch Wettbewerbe und veranstaltet Vorführungen, Werkstätte des Kunstgewerbes und Museumsunterricht, die Teilnehmer dieser Veranstaltungen haben eine einzigartige Gelegenheit sich mit der Funktion alter Spinnräder, Webstühle und anderer Geräte sowie Webmaschinen vertraut zu machen und nicht selten sie persönlich zu bedienen.Die Abteilung für Instandhaltung kümmert sich darum, dass alle Geräte zur Leinenverarbeitung leistungsfähig sind.

Bearbeitet von Ivo Łaborewicz
Übersetzung: Jerzy Kuśnierz

http://www.muzeumtkactwa.pl
http://www.kamiennagora.pl/content.php?mod=sub&cms_id=7

Literatur:

Muzeum Tkactwa Dolnośląskiego w Kamiennej Górze. Muzeum Dolnoslezského Tkalcovství v Kamenné Hoře. Informator. Průvodce, Legnica 2009

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