Der Kurbetrieb Cieplice, Jelenia Góra

Cieplice Śląskie Zdrój (Bad Warmbrunn) – heute ein Stadtteil von Jelenia Góra (Hirschberg) war ein separater Kurort, der eine enorme Rolle für Entwicklung des Riesengebirgstourismus spielte. Berühmt für heiße Quellen (von 17 bis 60°) mit schwefelhaltigem, alkalischem Mineralwasser wirksam bei der Behandlung der Krankheiten der Bewegungsorgane, des Harnsystems und des Blutkreislaufs sowie der Augenkrankheiten.
Die Quellen dieses Kurbads, das eins der ältesten polnischen Kurbäder ist entdeckte nach der Legende 1175 der Fürst Bolesław Wysoki (Boleslaw der Große) , aber erste Notizen über hiesige Clarus Fonds stammt aus 1261, als sich hier die Augustiner angesiedelten, die 1281 von Johannitern ersetzt wurden. Seit XV Jahrhundert gehörte Bad Warmbrunn im größten Teil zur Familie von Schaffgotsch, die hier 1403 für Zisterzienser eine Prebenda gestiftet haben, indem sie ihnen eine der Quellen übergeben haben, es hat den Kurort ins Leben gerufen. Über Jahrhunderte funktionierten hier drei Kurbäder: ,,Klosterkurbad’’ für reiche, ,,Grafenkurbad’’ für ärmere Kurgäste und ,,Pferdekurbad’’ für Tiere. Im XVII Jahrhundert hielten sich hier Kurgäste aus Ganz Schlesien und aus Nachbarnländern, dabei auch aus Polen auf, z B. 1687 die Ehegattin des polnischen Königs Marysieńka Sobieska.
Das älteste Kurhaus ist ,,Długi Dom’’ (Das Lange Haus) von 1537, das einst als Wohnhaus für Kurgäste diente. Nach 1876 wurden in dem Gebäude die Museumsammlungen von der Familie von Schaffgotsch zugänglich gemacht. Die Barockbäder wurden abgerissen und an ihrer Stelle wurde 1935 ein Kurhotel – Komplex (Quellenhof) nach Projekt von Georg Steinmetz erbaut. Im Gebäude gab es einige Elemente der alten Steinmetzearbeit. In der Nähe befindet sich ein historischer Gebäudekomplex von XVIII und XIX Jahrhundert, der den Kurgästen gedient hat. Von anderen Kurgebäuden blieben  erhalten:  das s.g.  Rote  Haus,  altes Klosterkurgast-

haus an der Quelle ,,Źródło Ludwika’’ (Ludwigsbad) von 1582-1589, mit Sgraffiti (Putzkratzbild) verziert, Źródło Ludwika (Ludwigsbad),
(heute Marysieńka) von ca. 1853.
Von den historischen Bauten sind Kirchen erwähnenswert: die Pfarrkirche St. Johannes dem Täufer /die św. Jana Chrzciciela Kirche/ von 1712-1736; die evangelische Erlöserkirche /die Zbawiciela Kirche/ von 1777; der Schaffgotsch- Palast von 1784-1809; das Kurtheater von 1833-1836 und die Galerie von 1797-1800; der norwegische Pavillon von 1908, der den skandinavischen Stil nachbildet (heute Sitz des Naturmuseums).
Die Besichtigung des Kurbetriebs und Erwerb der Anwendungen in seiner Direktion,
ul. Ściegiennego 6/7.

Bearbeitet von: Ivo Łaborewicz
Übersetzung: Jerzy Kuśnierz

www.uzdrowisko-cieplice.pl

Literatur:
Balińska G., Uzdrowiska dolnośląskie. Problemy rozwoju i ochrony wartości kulturowych do II wojny światowej, Wrocław 1991;
Kincel R., U szląskich wód. Z dziejów śląskich uzdrowisk i ich tradycji polskich, Katowice 1994;
Łaborewicz I., Kalendarium Cieplic Śląskich Zdroju do roku 1945, „Karkonosz”. Sudeckie materiały krajoznawcze, Nr 10/11, 1993 [1994], s. 7-19;
Terlak M., Cieplice Śląskie Zdrój i okolice. Przewodnik, Warszawa 1971;
Wereszczyński W., Proces rozbudowy majątku Gotsche II Schoffa, założyciela rodu z Chojnika i Gryfa (cz.1), „Rocznik Jeleniogórski”, t. XXXIV, 2002, s. 49-74; cz. 2; tamże, t. XXXV, 2003, s. 41-154;

 

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