Der Kurbetrieb Świeradów – Czerniawa

Świeradów Zdrój ein Kurort im Isergebirge besitzt radiumhaltiges Mineralwasser, das für Bäder, Inhalationen und zum Trinken, bei der Behandlung der Rheumakrankheiten, der Krankheiten der Bewegungsorgane, des Blutkreislaufs, des Nervensystems, der Frauenkrankheiten, des Rheumatismus und anderer genutzt wird. Der Kurort wurde im XVI Jahrhundert als eine Waldsiedlung gegründet. 1572 wurde hier zum ersten Mal hiesiges Mineralwasser festgestellt, das 1739 untersucht wurde. In den Jahren 1768-1795 stiftet der Eigentümer der Siedlung – Familie von Schaffgotsch die ersten Kurgebäuden: zwei Kurhäuser, einen Musik- Pavillon und eine Kurbadeanstalt mit 12 Badewannen.
1839 wurde der Kurpark gegründet. Nach Schäden, die durch einen Brand 1895 angerichtet wurden, errichtete man nach Plänen des Breslauer Architekten Karl Grosser die Hauptkurgebäuden: ein Kurhaus, eine Wandelhalle und ein Vorstandsgebäude.
Das Kurhaus ist ein Objekt mit riesengroßen Dimensionen, mit aufgeteilter und malerischer unregelmäßiger Form, die mit zahlreichen Anbauten, Türmchen, Portiken und Erkern ( Vorbauten ) mit eklektischem Charakter angereichert ist: mit Elementen des Alpenstils, des neo-romanischen Stils und der Sezession. Das Kurhaus ist viergeschossig, von Westen wurde ein rechteckiger Konzertsaal mit einer Bühne angebaut. Von Nord- Osten befindet sich ein sechsgeschossiger Turm auf Quadratgrundriss mit einer Aussichtsgalerie, die mit zweigeschossigem Turmhelm mit einem Leuchtturm und mit einer Spitze bedeckt ist.
Im Erdgeschoss blieben Elemente einer prächtigen Inneneinrichtung erhalten. 1971 wurde das Kurhaus durch einen Brand beschädigt und der Wiederaufbau wurde 1979 abgeschlossen, das Kurhaus wurde um letztes Geschoss erhöht und  der  Gipfel  sowie

Balkons wurden verändert. In den Jahren 1976, 1984-1986, 1988 und 1994- 2009 wurden mehrere Modernisierungsarbeiten und Konservierungsarbeiten durchgeführt.
Die Wandelhalle aus Holz samt Trinkhalle bilden einen Verbinder zwischen zwei gemauerten Gebäuden. Es ist ein eingeschossiges Objekt, von der Frontseite verglast, eingedeckt mit einem Giebeldach, bedeckt mit Kupfer. Am Mittelstrang befindet sich ein rechwinkliger Rizalit mit einem Walmdach. Von Norden schließt sich vertikal daran eine Trinkhalle - ein eingeschossiges rechtwinkliges Objekt an. Der Innenraum der Halle, der längsten in Sudeten bekam Polychromiewände und eine Polychromiedecke. Die am Ende der 20er Jahre des XX Jahrhunderts auf einer Seite offene Halle wurde verglast. Vor 1945 wurde die Quellenfassung mit einem keramischen Kamin verkleidet.
Der Kurbetrieb - Komplex liegt im Zentrum der Ortschaft von einem Kurpark umgeben.

Bearbeitet von: Ivo Łaborewicz
Übersetzung: Jerzy Kuśnierz

www.uzdrowisko-swieradow.pl
www.swieradowzdroj.pl

Literatur:
Balińska G., Uzdrowiska dolnośląskie. Problemy rozwoju i ochrony wartości kulturowych do II wojny światowej, Wrocław 1991
Kincel R., U szląskich wód. Z dziejów śląskich uzdrowisk i ich tradycji polskich, Katowice 1994
Szoka H., Uzdrowisko „Świeradów-Czerniawa”, Jelenia Góra 2006

 

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