Das Hochwasserschutz-Becken ( Hochwasserrückhaltebecken) Sobieszów

Das größte Staubecken des Hirschberger Tals (Kotlina Jeleniogórska) ist 1904-1908 auf Kamienna- Fluss (Zacken) entstanden. Es ist eins von drei Staubecken, die am Fuße des Riesengebirges Anfang des XX Jahrhunderts gebaut wurden. Während Hochwassers staut es das Wasser, das vom westlichen Teil ihren Hauptgebirgskamms und von Isergebirge fließt und durch den Mała Kamienna – Fluss (Kleinzacken) entwässert wird.
Das Gebiet kennzeichnet sich durch intensive heftige Regenfälle, was während letzten paar Jahrhunderten die Überschwemmung des Kurortes Cieplice (Bad Warmbrunn) und der Dörfer aus der Richtung von Szklarska Poręba (Schreiberhau) bis nach Jelenia Góra (Hirschberg) zufolge hatte.
Ein entscheidender Zeitpunkt für Entschlussfassung über Hochwasserschutz des Bober- Fluss- Einzugsgebietes war 1897 ein Hochwasser mit katastrophalen Folgen.
Das Staubecken in Sobieszów (Hermsdorf am Kynast) wurde am längsten gebaut,
weil der Umfang der Arbeiten, die mit der Dammaufschüttung und mit dem Bau technischer Anlagen verbunden waren, am größten war. Es wurde das Gelände vor dem Ort Cieplice gewählt von der Sobieszów- Seite, heute ein Ortsteil von Jelenia Góra. Das Gelände ist von Süd- Osten mit Verlauf der schon vorhandenen Bahnstrecke nach Szklarska Poręba begrenzt und mit einer Straße, die das Schloss der Eigentümer von Cieplice (Bad Warmbrunn) mit dem Sitz des Majorats an der Burg Kynast (Chojnik) verbindet. Zu damaliger Zeit wurde hier schon die Führung einer Straßenbahnlinie nach Sobieszów geplant. Von Nord- Westen wird das untere Teil des Ortes Wojcieszyce durch die Deiche geschützt, die von Süd- Westen bis zum Ort Pakoszów langen. Die Nutzfläche des Staubeckens beträgt 200 ha und die Gesamtkapazität wegen der Höhe der Erdaufschüttung reicht bis 10,3 Mio. m3.

Die hier ausgeführten Erdarbeiten wecken bis heute Bewunderung. Am Staudamm wird der Deich 11m hoch und der Deichfuß ist ca. 65 m breit. Die Masse werden auf einem Abschnitt mit der Länge von über 2 km auf beiden Ufern des Kamienna – Flusses eingehalten, weiter wird das Niveau 355 über dem Meeresspiegel eingehalten, eingebettet ins Gelände hat der Deich eine Gesamtlänge von 3,7 km. Der Fluss wurde durch einen Staudamm aus Granit getrennt, der im Bezug auf seine Masse, eins der größten Bauwerke dieser Art ist. Am Fuß hat er eine Breite von 7 m und in der Krone, die gleichzeitig einen Überfluss bildet, wie die anderen Staudämme im Tal, hat er eine Breite von 1,2 m. Die Länge des Bauwerkes, das unsymmetrisch im Verhältnis zum Flussbett errichtet wurde, beträgt 85 m.
Der Staudamm wurde in eine Schleuse zum Aufheben ausgestattet, die den Bodendurchlass schließt und über ihm in einer Höhe von 5,5 m befindet sich ein offener Durchlass. Der obere Überlauf durch die Krone auf der ganzen Länge liegt in einer Höhe von 9,6 m. Das Staubecken von Sobieszów hat eine zusätzliche Schleuse im Deich, die 1150 m von dem Staudamm entfernt ist, auf linkem Flussufer, um den Wasserabwurf zu beschleunigen und den Überlauf der Hochwasserwelle über den Staudamm zu meiden. Der maximale Wasserabwurf vom Staubecken beträgt 60 m3/s. Der Staubeckenboden ist mit sich selbst vermehrenden Pflanzen bewachsen, und unter Feuchtwiesen wurden einige Teiche angelegt.
Das Staubecken wird durch RZGW (Regionaler Vorstand der Wasserwirtschaft) in Wrocław verwaltet und auf dessen Internetseiten können Sie Informationen über hydrotechnische Bauten in Niederschlesien finden.

www.wroclaw.rzgw.gov.pl

Bearbeitet von: Antoni Witczak
Übersetzung: Jerzy Kuśnierz

 

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