Das Glasmuseum Nový Bor (Haida)

Das Museumsgebäude befindet sich am Ostrand des Marktplatzes in Nový Bor, Hausnummer 105. In der Umgebung von Nový Bor sind Glashütten bereits seit dem 15. Jahrhundert entstanden. Seit der Hälfte des 18. Jahrhunderts begann sich der Markt mit den Glasprodukten schnell zu entwickeln. Im Jahre 1754 wurde die erste Glashändlerkompanie ernannt, die als eine einflussreiche Gesellschaft in der Lage war, Glas auch nach Übersee zu exportieren. Nový Bor als die kleinste Stadt der Monarchie wird schon im 18. Jahrhundert zu einer berühmten Glasmacherstadt. Das Glasmuseum ist im Jahr 1893 entstanden und wurde im Rathausgebäude angebracht. Die Basis der Sammlungen wurde durch Geschenke der örtlichen Glasmacher und Händler erstellt, die den technischen Aufwand sowie die Besonderheit der Bearbeitung der bereitgestellten Sammelgegenstände schätzen konnten. Das Interesse der Hersteller und der Exporthäuser in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts führte zur Nutzung der Museumsaktivität zur Veranstaltung von Glasmacherwettbewerb. Die Museumsräumlichkeiten waren jedoch nicht ausreichend, deshalb wurde das Museum im Jahre 1952 umgesiedelt. Das bisherige Gebäude im  Empirestil  wurde  im  Jahr  1804  vom  Glashändler  Jan  Kryštof  Socher gebaut.

Den Gebäudeneingang dekoriert ein Sandsteintor, in dessen Giebel sich ein Anker befindet, der den Überseehandel symbolisiert. Die Dauerausstellung stellt eine repräsentative Auswahl der Museumssammlung vor, die die stilvolle sowie die technologische Glasindustrieentwicklung vom 17. Jahrhundert bis zum Anfang des 20. Jahrhundert in der Umgebung vom Lausitzer Gebirge dokumentiert. In Form von Modellglaswerkstätten oder Veranschaulichung der Arbeitsweisen macht das Museum mit der Technologiebasis und Glasveredlung durch Malerei, Gravierung oder Schliff bekannt. Die Archivdokumente ergänzen dann das Interessante über die hiesige Glasgeschichte, vor allem von berühmten Persönlichkeiten in dieser Branche. Die Ausstellungsräumlichkeiten sind der Präsentation von Glasfirmen, der Werke von Glaskünstlern und Fachschulen gewidmet. Im Geiste der Vererbung von den Museumsgründern ist ein Sammelprogramm auf die heutige Glasherstellung, Individual – sowie Fachschulenproduktion orientiert. Seit 1994 wurden die Glasmacherwettbewerbe erneuert und die erfolgreichsten Werke bereichern die Museumssammlungen zu Ausstellungszwecken und auch zur Erhaltung für die künftigen Generationen.

Bearbeitet von: OHK v Jablonci nad Nisou
Übersetzung: EDUCA – vzdělávací centrum, s.r.o., Jablonec nad Nisou 

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