Das Museum der leichten Befestigungen, Kořenov (Bad Wurzelsdorf), Tesařov (Schenkenhahn)

Die Kastelle, deren Funktion es war, einen Einfall der Nazitruppen in das tschechische Grenzgebiet zu verhindern, sind bis heute entlang der Gebirge Jizerské hory und Krkonoše (Iser- und Riesengebirge) verteilt. Kastelle, die zur Verteidigung gedacht waren, aber nicht zum Einsatz kamen, sind in den Wäldern unterhalb des Aussichtsturms Štěpánka zu finden. In einem der leichten Befestigungsobjekte des Typs 37 mit dem Namen řopík *) befindet sich nicht nur ein kleines Museum, sondern man kann hier auch viele, bisher nicht bekannte Informationen über die  unktionsweise dieser Befestigung finden und wie sie für die Verteidigung ausgerüstet war. Die Verteidigungslinie mit den Kastellen wurde im Zeitraum von 1936 - 1938 zum Schutz gegen die drohende deutsche Kriegsaggression errichtet. Im September 1938 war die Verteidigung von der Anzahl der errichteten und zur Verteidigung einsatzbereiten leichten Befestigungen abhängig. Die leichten Befestigungen wurden von zwei Bunkergrundtypen gebildet - vom Typ LO 36 und vom Typ LO 37. Beim Typ 36 handelte es sich um eine Kastellkopie der französischen Maginot-Linie, die keinen ausreichenden Schutz bot. Unsere Projektanten entschieden sich deshalb für einen eigenen Typ und dies wurde der Typ 37. Zu der damaligen Zeit handelte es sich um die perfekteste leichte Befestigung. Sie wurde aus drei Schotterarten, einem speziellen Kalk sowie Zement errichtet. Von den geplanten 14 436 Objekten konnten nicht ganz 10 000 Objekte fertiggestellt werden- davon  befinden  sich  50  auf dem  Gebiet der Gemeinde Kořenov, im Abschnitt  vom

Ort Václavíkova Studánka bis zum Aussichtsturm Štěpánka, auch CH2 - Polubný genannt. Mit dem Bau der leichten Befestigung wurde hier am 10. 7. 1937 durch die Baufirma Ing. Vosátka aus Velké Hamry (Großhammer) unter dem Kommando des Infanteriehauptmanns Emil Cimrman begonnen. Die Bauarbeiten wurden bis zum September 1938 ausgeführt. Von den 50 errichteten Objekten befindet sich die Hälfte im bewohnten Gemeindeteil. Unterhalb des Aussichtsturms befindet sich ein einmaliges Objekt des Gebirges Jizerské hory - eine Lagerstätte von Maschinengewehren vom Typ C mit einem Originaldach aus Wellblech. Regelmäßige Expeditionen - auch mit Fachvorträgen - entlang der Gebirgsbefestigungen werden von April bis September von Jiří Dušek aus Jablonec nad Nisou (Gablonz an der Neiße organisiert. Aber auch das kleine Museum kann besucht werden. Interessenten, die auf nicht herkömmliche Art etwas über die Geschichte der Errichtung von Kriegsbefestigungen erfahren möchten, kommen im Museum, das von Juli bis Ende August - außer montags - geöffnet hat, auf ihre Kosten. Nähere Informationen erhalten Sie bei Herrn Dušek unter der Tel. Nr. 737 376 238. řopík ist die Volksbezeichnung für ein widerstandsfähiges Stahlbetonobjekt vom Typ LO 37, das im Rahmen des Ausbaus der tschechoslowakischen Befestigung entstand. Die Bezeichnung řopík ist von der Abkürzung ŘOP (Ředitelství opevňovacích prací - Direktion der Befestigungsanlagen) abgeleitet.

Bearbeitet von: OHK v Jablonci nad Nisou
Übersetzung: EDUCA – vzdělávací centrum, s.r.o., Jablonec nad Nisou 

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