Das Textilmuseum in Jilemnice (Starkenbach), Zámecká 75

Das Museum in Jilemnice - als Museum des Gebirges Krkonoše (Riesengebirge) - wurde im Jahr 1891 im Zusammenhang mit der Vorbereitung und Teilnahme der Gemeinde Jilemnice an der tschechoslowakischen Völkerkundeausstellung in Prag gegründet. Es wurde eine Sammlung von Ausstellungsstücken zusammengetragen, die dank der Bemühungen des Direktors der Mädchenschulen in Jilemnice, Joachim Metelka, in der Aula, später im Erdgeschoss des Rathauses untergebracht war. Seit dem Jahr 1954 befindet sich das Museum im Schloss von Jilemnice, für welches die Verwaltung des Nationalparks des Gebirges Krkonoše zuständig ist. Die Ausstellung ist in den Sälen der Gutsbrauerei aus dem 19. Jahrhundert untergebracht, die von historisch unschätzbarem Wert sind. Die historisch-ethnografische Ausstellung beschäftigt sich vor allem mit der Entwicklung des westlichen Teils des Riesengebirges ab dem 13. Jahrhundert bis in die Gegenwart. Die Gemeinde Jilemnice, die zu Beginn des 14. Jahrhunderts gegründet wurde, entwickelte sich zum wirtschaftlichen Zentrum des sehr großen Guts von Štěpanice, später des Guts von Jilemnice. Die komplexen Sammlungen der ausgestellten Gegenstände zeugen von der Entwicklung des hiesigen Handels und Handwerks sowie von bedeutenden Veränderungen um die Jahrhundertwende vom 18. zum 19. Jahrhundert. Um die Gegend von Jilemnice und Horní Branná wurde bis in die 30er Jahre Leinen - als

Grundlage für die Grundlage für die Leinenindustrie - gesponnen. Dies erfolgte ausschließlich manuell mit der Spindel oder dem Spinnrad. In diesem Bereich wurde mit dem Spinnrad das feinste Garn gesponnen. Aus der Zeit um die Jahrhundertwende vom 18. zum 19. Jahrhundert gibt es in dieser Ausstellung einen 296 m langen manuell gesponnen Faden, der nur ein Gramm wiegt. Das Garn wurde zur Herstellung von Zwirn, Spitze und Schleiern verwendet. Nach der Erfindung der mechanischen Spinnerei vom Franzosen Giard wurde im Zeitraum von 1835 - 36 vom Verwalter des Gutshofs von Harrachov in Mladá Buka die zweite mechanische Leinenweberei in Europa eröffnet. Mit der Demonstration eines funktionierenden mechanischen Webstuhls, der aus englischer Herstellung um 1830 stammt sowie auch eines manuellen Webstuhls erfährt man Wissenswertes über einen weiteren Teil der Textilproduktion, das Weben. Ab dem Jahr 1929, als die Pläne für die drei heute präsentierten Ausstellungskomplexe entstanden, gibt es im Museum eine Ausstellung - "Auf den weißen Spuren", die der Geschichte des Skifahrens bis zum Jahr 1938 gewidmet ist. Des Weiteren kann man seit dieser Zeit die Galerie von František Kaván im Museum besichtigen. Am meisten interessiert die Besucher die Weihnachtskrippe von Metelka.

www.krnap.cz, telephone 420 481 543 041

Bearbeitet von: OHK v Jablonci nad Nisou
Übersetzung: EDUCA – vzdělávací centrum, s.r.o., Jablonec nad Nisou

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