Lázně Libverda (Bad Liebwerda), Libverda

Der Kurort ist im malerischen Gebirgsvorland am nördlichen Fuß des Gebirges Jizerské hory (Isergebirge) gelegen - ungefähr 25 km von Liberec entfernt. Es ist der älteste Kurort des Kreises Liberecký kraj, dessen Heilquelle unter dem Namen Gotteswasser  im  Jahr  1381  im  Urbar  der Gutsbesitzer von Frýdlant erwähnt wird. In den Aufzeichnungen über den Kuraufenthalt des sächsischen Kurfürsten August des 1. und später auch in den Aufzeichnungen über den Kurverlauf von Albrecht von Waldstein, der von 1635 - 1757 Gutsbesitzer von Frýdlant war, sind Informationen über  die  wohltuende  Wirkung der  Quelle in Bezug auf das Nervensystem  zu finden. Zu einem bekannten Kurort wird Libverda in der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts, als hier die ersten Kureinrichtungen entstehen. Die älteste Quelle - Gotteswasser - wurde im Jahr 1785 detailliert chemisch untersucht. Sukzessive wurden dann im Zeitraum von 1786 - 1818 weitere Quellen entdeckt. Sie wurden nach den Mitgliedern der Familie Clam-Gallas benannt, den Gutsbesitzern von Frýdlant - Mariin, Kristiánův, Eduardův (Marienquelle, Christiansquelle und Edwardsquelle). Zum eigentlichen Gründer des Kurorts wurde Graf Christian Philipp Clam-Gallas, dessen Werk dann von seinem Sohn Christian Christoph weitergeführt wurde. Im Zeitraum von 1783 bis 1808 wurden klassizistische und Empirepavillons errichtet. Im Kurpark, der Ende des

18. Jahrhunderts angelegt wurde, befindet sich ein kleines Denkmal, das den Gründern des Kurorts sowie den Bauern gewidmet ist, die ihre Grundstücke der Stadt überlassen haben. Zu Beginn des 19. Jahrhunderts wurde eine Promenade errichtet sowie ein Empireschlösschen, als Sommersitz des Grafen. Das Statut als Heilbad wurde Libverda im Jahr 1836 verliehen und zum ersten Kurarzt wurde im Jahr 1840 Dr. Josef Plummert bestimmt, der Autor der Monografie über Libverda aus dem Jahr 1849. Fast die gesamten zwei Seiten des Platzes um die Quelle waren im Jahr 1847 von einer zweiflügeligen Kolonnade umgeben. Zum Ruhm des Kurorts trug auch der Umstand bei, dass das Heilwasser "Säuerling aus Libverda" nach Prag geliefert wurde. Über die Eisenbahnverbindung von Raspenava (Raspenau) bis zum Bilý Potok (Weißer Bach) im Jahr 1900 war das Kurzentrum zugänglich. Der Kurort entwickelte sich  zu  einem  bedeutenden  und  renommierten  Ort des gesellschaftlichen  Lebens.
Im heutigen Kurbetrieb hat man sich auf Herz- und Gefäßerkrankungen sowie die Heilung des Bewegungsapparats spezialisiert. Für Touristen sind Radwege vorhanden sowie im Winter gespurte Skilanglaufloipen.

Internetseiten:
www.lazne-libverda.cz


Bearbeitet von: OHK v Jablonci nad Nisou
Übersetzung: EDUCA – vzdělávací centrum, s.r.o., Jablonec nad Nisou 

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